Die Beitragsrückerstattung in der privaten Krankenversicherung

Wer sich für eine private Krankenversicherung entscheidet, der verspricht sich davon meistens einen preislichen Vorteil. Sicherlich ist dieser auch immer gegeben. Sehr attraktiv zeigt sich dabei die Beitragsrückerstattung. Eigentlich werden bei diesem Verfahren vor allem die Versicherten belohnt, die sich im Vorjahr nicht über dem Selbstbehalt haben versorgen lassen. Wer beispielsweise das gesamte Jahr über keinen Arzt besucht und auch sonst keinerlei Leistungen von der Krankenkasse in Anspruch nimmt, erhält im nächsten Jahr einen Bonus. Dieser soll natürlich eine Art Belohnung sein, dass die private Krankenversicherung keine Leistungen bezahlen musste. Die Beitragsrückerstattung kann in der Höhe sehr variieren. Dabei baut sie sich jedoch über die Jahre hinweg auf. Im ersten Jahr sind die Summen noch relativ gering. Wird dann ein weiteres Jahr kein Leistungsanspruch erhoben, dann erhöht sich die Summe. Dies geht einige Jahre so weiter, bis schließlich die maximale Beitragsrückerstattungshöhe erreicht wurde.

Sicherlich lohnt es sich, wenn man keine Leistungen in Anspruch nimmt, denn so eine Beitragsrückerstattung ist eine nette Finanzspritze, über die sich am Ende jeder freut. Allerdings neigen auch viele Menschen dazu, aufgrund dieser Erstattung keinen Arzt aufzusuchen. Bei einer kleinen Erkältung ist das noch kein Problem, bestehen jedoch ernsthafte Erkrankungen, dann sollte immer ein Arzt hinzugezogen werden. Es ist keinesfalls sinnvoll, aufgrund der Hoffnung auf einen Bonus die Gesundheit zu riskieren. Dies ist auch nicht die Intention, die von den Versicherungen angestrebt wird. Viel eher möchte die private Krankenversicherung die Menschen belohnen, die sich gut um sich selbst kümmern und nicht wegen eines kleinen Schnupfens den Arzt aufsuchen. Alle Versicherungen empfehlen ganz klar, dass es keinesfalls darum geht, den Arztbesuch an sich schlecht zu machen.

Die Beitragsrückerstattung lohnt sich sicherlich immer. Wer die private Krankenversicherung mit einem Selbstbehalt gewählt hat, der kommt dabei am besten weg. Denn die ersten Arztbesuche müssen ohnehin aus eigener Tasche bezahlt werden. Je weniger also eine ärztliche Versorgung wahrgenommen wird, umso mehr Erstattung kann ergattert werden. Im Zweifel lohnt es sich auch, einmal nachzurechnen. So ist es beispielsweise nicht sinnvoll, eine Rechnung von rund 100 Euro bei der Krankenkasse einzureichen, wenn die Beitragsrückerstattung 200 Euro beträgt. Am Ende ist es nur eine kleine Rechnung, die sich deutlich lohnt. Somit kann die private Krankenversicherung ideal genutzt werden, ohne dass zu hohe Kosten entstehen würden.